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¡Fusilemos la noche! Erschießen wir die Nacht!
Gedichte. Spanisch und Deutsch Auswahl und Übersetzung Erich Hackl und Tina Leisch. Mit einem Aufsatz von Horacio Castellanos Moya und dem preisgekrönten Dokumentarfilm von Tina Leisch
Klagenfurt/Celovec Juli 2015
108 Seiten
14,5 x 20 cm, 300 g
fester Einband, mit DVD
ISBN:
978-3-7084-0553-7
€ 17,90
¡Fusilemos la noche! Erschießen wir die Nacht!
Gedichte. Spanisch und Deutsch Auswahl und Übersetzung Erich Hackl und Tina Leisch. Mit einem Aufsatz von Horacio Castellanos Moya und dem preisgekrönten Dokumentarfilm von Tina Leisch

»Aida, erschießen wir die Nacht und das furchtbare kollektive Elend ...«

Roque Dalton gilt als der Bertolt Brecht oder Jura Soyfer Lateinamerikas. Er setzte sich ab von der hymnischen Dichtung in der Tradition Pablo Nerudas, integrierte etwa als erster Dichter Mittelamerikas die Sprache der Straße, der Spelunken, Bordelle und Gefängnisse in seine Lyrik. Darüber hinaus war er ein Pionier linker Geschichtsschreibung und Kulturforschung. Sein Leben und Werk steht – exemplarischer noch als das Che Guevaras – für den Versuch, neokoloniale Unterdrückungsstrukturen mit literarischen, politischen und militärischen Mitteln zu bekämpfen, aber auch für die Widersprüche und Konflikte, in die man dabei geraten kann.

Dem Buch liegt eine DVD mit dem gleichnamigen Film von Tina Leisch bei (spanische Originalversion mit dt., engl., franz., ital., türk. und span. Untertiteln), der 2014 mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem Jurypreis des Cine Las Americas International Film Festivals in Austin/Texas/USA und dem Preis für den besten langen Dokumentarfilm beim Ojo Cojo International Filmfestival Madrid ‒ »wegen seiner Fähigkeit, auf kreative und dynamische Art das Leben und die Worte Daltons 40 Jahre nach seinem Tod auferstehen zu lassen«.

Regie: Tina Leisch
Konzept: Tina Leisch & Erich Hackl
Kamera: Gerald Kerkletz & Tina Leisch
Schnitt: Karina Ressler
Animationen & Graphik: Nick Prokesch
Ton: Klaus Kellermann & Evelio Gay Salinas & Marcos Topi Menjívar
Musik: Yolocamba Ita & Leonardo Croatto & Michael Hornstein & Vicente Feliú
Produktion: Tina Leisch (KINOKI) & Ursula Wolschlager (WITCRAFT SZENARIO OG)
Produktion El Salvador: Sara Lazo & Joel Thomas Boekle & Ondina Morales (PROART)
Produktion Cuba: Francisco Álvarez Hernández & Roberto Viña Riesgo (ICAIC)

www.roquedalton.at

 

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»Eine empfehlenswerte und verdienstvolle Edition ...« Klaus Küpper, BzL im April 2016

»Poesie von unglaublicher Kraft, versehen mit spitzbübischem, schier unbezwingbarem Humor ...« Michael Mäde, M&R, Jan/Feb 2016

»Roque Dalton war nicht nur der begabteste, sondern ganz gewiss auch der originellste Dichter El Salvadors. Aber zur Legende wurde er durch die Umstände seines frühen Todes ... Tina Leisch gelang es, für ihr filmisches Portrait eine beeindruckende Anzahl von Weggefährten Daltons vor die Kamera zu bekommen: von Passanten in San Salvador bis zum US-amerikanischen Linguisten und Kapitalismuskritiker Noam Chomsky, von den Söhnen und der Witwe über eine Geliebte bis zu den Mördern. Roque Dalton selbst, der als Pappfigur von Station zu Station mitwandert, wird dadurch plastisch ...« Ralf Leonhard, lateinamerika anders Nr. 4/2015

»Ein Gesamtkunstwerk ... Abgerundet wird das Buch durch einen Text des honduranisch-salvadorianischen Schriftstellers Horacio Castellanos Moya. Der steht zwar am Ende des Buches, ist aber kein klassisches Nachwort über Leben und Werk des Dichters, sondern eine literarische Hommage an Daltons subversiven Humor und seinen immerwährenden Kampf gegen Dogmatismus und Orthdoxie, sei es der katholischen Kirche, der Kommunistischen Partei oder der Guerilla.« Gert Eisenbürger, ila 288, September 2015

»Starke Lyrik ... Alles in allem ein nett gestaltetes Buch im handlichen Format, leicht überallhin mitzunehmen und doch von Gewicht.« Sandra Schäfer, 20. Augist 2015 auf wieninternational.at

»Als Dichter hat Roque Dalton die Literatur Lateinamerikas revolutioniert, als Guerrillero hat er das Militärregime seiner Heimat bekämpft ...« Buch-Tipp (TV-Bericht von Wolfgang Beyer) in der matinee DIE KULTURWOCHE vom 26. Juli 2015 auf ORF 2 Europe und 27. Juli 2015 auf ORF 2

Wolfgang Beyers TV-Bericht zum Buch lief noch einmal in KULTURZEIT KOMPAKT vom 18. August 2015 (mit Wiederholungen am 19. August) auf 3sat.

 


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