Die Reihe · Bücher wie Meeraugen

Andere Akkorde
Roman
Klagenfurt/Celovec 15. Feber 2018
253 Seiten
11,5 x 21 cm, 370g
fester Einband, geripptes Surbalin, Blind- und Folienprägung, Fadenheftung, Lesebändchen
ISBN:
978-3-7084-0603-9
€ 24,90
Andere Akkorde
Roman

Was wäre, wenn? Diese Frage treibt Simone Schönetts neuen Roman voran, in dem es um Europa und seine größte ethnische Minderheit, die Roma, geht. Zwölf Millionen sind sie.
Was wäre also, wenn sie an einem Strang zögen und sich zusammentäten? Die Einen, um aus der Perspektivlosigkeit am Rande der Gesellschaften herauszufinden. Die Anderen, um sich endlich aus der Unsichtbarkeit der vollkommenen Integration zu wagen und den Gadsche zu zeigen: Auch wenn wir verstreut und ganz unterschiedlich leben, wir gehören zusammen und wir gehören zu Europa. Was wäre, wenn sie einen Roma-Staat ausriefen, einen Staat ohne Territorium?

Ein Roman voller realer, fiktiver und utopischer Elemente, der in und mit der Gegenwart spielt – und mit einer bodenlosen Idee.

 

»Noch sind ihre Ideen wie Seemannsgarn. Noch suchen sie nach Möglichkeiten, das tief verwurzelte Misstrauen zu zerstreuen. Auch das der Roma untereinander.
Pal bringt den Begriff der großen Kumpania ins Spiel.
Diese alte, fast vergessene Organisationsform. Selbst sie am Tisch wissen wenig davon. Ein Zusammenschluss verschiedener Roma-Gruppen. Für eine gewisse Zeit, zu einem bestimmten Zweck. Eine Zusammenarbeit, trotz aller Verschiedenheit. Das sei etwas Altes, von ganz früher, aber womöglich ein vernünftiges Werkzeug, um voranzukommen.
›Daran könnte man anknüpfen.‹
›Eine neue Kumpania.‹
Wie ihre Sätze immer schneller werden.
›… alle Gruppierungen …‹
›… alle zusammen …‹
›… in ganz Europa …«
›… hochgerechnet …‹
›Das wären dann‹, stellt Leo fest, »alles in allem gut zwölf Millionen Menschen.‹
›Eine recht ordentliche Streitkraft, findet ihr nicht?‹, meint Nela.
›Genug für einen eigenen Staat!‹
Ein Roma-Staat, was für eine Vorstellung!«

***

»Autorin Simone Schönett gestaltet mit ihrem Roman über die gescheiterte Vision eines Roma-Staates einen autonomen literarischen Gegen-Raum.« Michaela Schmitz am 22. August 2018 in »Kein Ort. Nirgends.« auf literaturhaus.at

»Ein großartiger Roman ist das, irgendwann kippt die Geschichte, wird aus der Utopie eine Dystopie – was bleibt, ist ein neues Europa, das uns das richtige Europa mit anderen Augen sehen lässt.« Karsten Krampitz, in der freitag vom 7.6.2018

»Dynamischer Lesestoff« Buchtipp von Uschi Loigge in Kleine Zeitung/Erlesener Frühling am 18. März 2018

Simone Schönett im Gespräch mit Erika Preisel (FRS) auf der Leipziger Buchmesse 2018 

»Andere Akkorde«, gelesen von Petra Staduan, Redaktion Michaela Monschein, auf Ö1

»Eine romantische Zukunftsvision gepaart mit düsteren, realen Ängsten …« Karoline Ferlitsch
»… hoffnungsvoll, intensiv, am Ende verstörend - ein Buch, wert gelesen, bedacht und diskutiert zu werden« Tanja Zwiener
»
Ein sehr intensives Leseerlebnis« Hubert Egartner

»
Berührend und verstörend, Vision oder Realität, auf jeden Fall lesenswert!« Isabella Lehner
Buchempfehlungen auf www.heyn.at


 

Unterstützt von der Kulturabteilung des Landes Kärnten und der Abteilung Kunst des österreichischen Bundeskanzleramts

Tel.: +43 (0) 463-33631, Fax: +43 (0) 463-33631-33

edition@meerauge.at  |  abonnement@edition-meerauge.at
Bücher wie Meeraugen
EDITION MEERAUGE