Die Reihe · Bücher wie Meeraugen

Der Private Abendtisch
Roman
Klagenfurt/Celovec 2014
204 Seiten
11,5 x 21 cm, 300g
fester Einband, geripptes Surbalin, Blind- und Folienprägung, Fadenheftung, Lesebändchen
ISBN:
978-3-7084-0495-0
€ 23,90
Der Private Abendtisch
Roman

Mari hat sich eine Existenz als freischaffende Köchin aufgebaut und betreibt zusammen mit Freundin und Sommelière Vera den Privaten Abendtisch: Drei Mal pro Woche bewirtet sie Gäste in ihrem Haus. Ein Haus, das die Form einer Bienenwabe hat, ein behaglicher Kosmos der Selbstbestimmtheit, den sie nur selten verlassen muss.
Ihre Kinder, die Zwillinge Max und Mimi, machen gerade die Matura, mit ihrem Ex-Mann ist Mari noch immer gut befreundet, auch Liebhabern ist sie nicht abgeneigt – Mari geht es gut.

Bis sie eines Tages – »Wann war das gewesen?« – von beunruhigenden Attacken befallen wird. Als stecke etwas in ihrer Kehle fest, in immer kürzeren Abständen kehrt es wieder, »dieses Recken«. Denn ihr Körper erinnert sich an etwas, für das Mari selbst zunächst alle Vorstellungen, alle Worte fehlen …

»An jenem Abend, als sie mit den Gästen am Abendtisch aß, dachte ich keinen Moment daran, dass ich ihr mit jedem Punkt, den ich setzte, jedem Kreis, den ich zog, meine unerinnerte Hölle servierte, sie ihr praktisch auf dem Teller schon preisgab.«

*

»Schönett gelingt es, ein verstörendes Thema mit Bravour aufzuarbeiten, verständlich und genau, ohne schrille Töne«, Nils Jensen, Buchkultur Österreich Spezial, Ausgabe 156 A, Herbst 2014, S. 20

»Ein Buch, das als wichtiges und hervorragend geschriebenes in die österreichische Literaturlandschaft gehört«, Rezension von Peter Paul Wiplinger, Driesch Nr. 19, Spetember 2014, S. 213

»Schönetts unmittelbares Schreiben hat etwas Erfrischendes und Eindringliches zugleich. Die thematische Schwere wird vom feinen und auch grobporigen Humor getragen« Rezension von Julie August, Bücherschau auf www.buecherei.at

»Das Recken der Erinnerung« Rezension von Sebastian Gilli, Album, DER STANDARD, 14./15.6.2014

»... genau das macht die ... Geschichte zum literarischen Glücksfall. Und zur Hymne an das Leben, die an Schönetts Abendtisch bitter und zart, schwer und so leicht klingt.« Irina Lino, Kärntner Krone vom 26. 3. 2014

»Keiner wird das hören wollen, lässt Simone Schönett ihre Protagonistin zu Beginn vermuten. Was für ein Irrtum.« Uschi Loigge, Kleine Zeitung vom 8. 3. 2014

Mitarbeiter/-innen der Buchhandlung Heyn finden: »Ein absolut lesenswertes Buch!«, »Rattenfängerhaft zieht einen die schöne Sprache in die Hölle der Ohnmacht …«, »Simone Schönett traut sich etwas mit ihrem neuen Roman: Sie greift ein Thema auf, dass wir alle gerne verdrängen möchten …«, »Es gelingt ihr das Unfassbare in Worten auszudrücken, die Ohnmacht des Opfers und die Auswirkungen des Mißbrauchs zu schildern, ohne dass man sich geekelt abwendet. Ein wirklich starkes Buch!«, »Leise, vorsichtig, subtil, eindringlich und niemals effekthascherisch. Ein Roman, der (natürlich) unter die Haut geht und all jenen zum Lesen empfohlen, die sich davon nicht abschrecken lassen.«



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