Die Reihe · Bücher wie Meeraugen

Glas im Bauch
Betrachtungen durch verschluckte Brillen
Klagenfurt/Celovec August 2015
160 Seiten
11,5 x 21 cm, 250g
fester Einband, geripptes Surbalin, Blind- und Folienprägung, Fadenheftung, Lesebändchen
ISBN:
978-3-7084-0552-0
€ 21,90
Hörproben auf lukasholliger.ch
Glas im Bauch
Betrachtungen durch verschluckte Brillen

Statt sich nach dem verpassten Flugzeug ein neues Ticket für die Heimreise zu buchen, legt sich Gabriela in die Badewanne des neu erbauten Airporthotels …

Um den Hals der Gärtnerin zu küssen, die im Garten vor dem Fenster Rosen köpft, verlässt Heiner seine eigene Hochzeitsfeier ...

Weil ein Kind schreit, ohne dass ein Laut zu hören ist, kommt ein Arzt, erkundet ein Höhlenforscher seinen Schlund, fährt die Feuerwehr auf ...

Es sind diese kleinen Momente im Leben, die plötzlich alles verändern – ihnen verschafft der bisher als Theaterautor bekannte Lukas Holliger in 87 kurzen und kürzesten Geschichten große Auftritte. Mal bricht das Unvermutete wie eine Naturgewalt herein, mal deutet es sich in leisen Ahnungen an, gebiert Verwunderung, Versuche der Gegenwehr oder die Gewissheit, eine einmal gewonnene Einsicht nicht zurücknehmen zu können.

Nicht selten bleibt die Wendung aber auch noch unverstanden, dann entsteht in den reduzierten, oft skurrilen Szenen viel Raum für das Staunen und Rätseln, das das Leben liebens- und die Lektüre von Holligers Prosaminiaturen so unbedingt lesenswert macht.

»Diese Texte sprühen Funken in ihrem Eigensinn, überzeugen mit erzähl-ökonomischer Raffinesse und sprachlicher Gewandtheit.« Hardy Ruoss

»Mit leichter Sprache und kunstvoll dramatisiert, berichtet der beobachtende Erzähler von Rätselhaftem, Irrealem, Wundersamem und Schrägem. Und wir Lesenden wundern uns, wie schnell sich das Gewöhnliche entziehen kann und das Dasein dadurch eine unerwartete, neue Dimension erfährt.« Corina Lanfranchi in ProgrammZeitung. Kultur im Raum Basel, Januar 2016

»Den Macker entkorken. Postheroisches Prosadebüt«, Rafik Will, Junge Welt, 21.12.2015

»Lukas Holliger ist dabei, sich nicht nur eine neue Gattung zu erschliessen, sondern auch einen neuen literarischen Ton.« Verena Stössinger, Basellandschaftliche Zeitung vom 4. November 2015

»Eine Entdeckung aus Basel! Und erst noch in Form eines Buches, wie man es liebt.« Urs Heinz Aerni auf BERG.LINK

»… Hier begegnet man leisem Staunen, bissigem Witz, fragiler Poesie und kläffendem Eigensinn, der die rabenschwarze Lücke zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit ganz wunderbar schließt.« Irina Lino, Kärntner Krone, 05.09.2015



Unterstützt vom Fachausschuss Literatur Basel-Stadt/Basel-Landschaft, von der Abteilung Kunst des Österreichischen Bundeskanzleramts und der Kulturabteilung des Landes Kärnten

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