2008. Ein fiktiver Ort im Süden Österreichs. Ein junges Paar, Stephan
und Sara, sieht sich mit den Lebensgeschichten zweier Menschen
konfrontiert, die nicht viel verbindet, außer ihrem Geburtsjahr 1919.
Da ist Raymond Bovy, weit herumgekommener Sohn einer holländischen
Fabrikantenfamilie, den Stephan bei seiner Arbeit als Krankenpfleger
kennenlernt. Und da ist Anna Nobbel, Tochter altösterreichischer
Fahrender und Saras Großmutter, bei der die junge Frau in einer
schwierigen Situation Rat sucht.
Die Auseinandersetzung mit Annas und Raymonds Geschichten im 20.
Jahrhundert, mit Themen wie Flucht und Vertreibung, Kindeswegnahme und
Zwangssterilisation, werden für Stephan und Sara zu einem Ventil, um
von ihrer eigenen Realität abzulenken …
Wird darum alles, was war, wieder sein?
Simone Schönett liest aus »re:mondo«, Buchmesse Leipzig, 20. 3. 2011, Aufzeichnung/Archivierung: literadio
Simone Schönett im Gespräch mit Jörg Stöger, Freies Radio Salzburg, am 20. 3. 2011, Aufzeichnung/Archivierung: literadio
»Diesen Roman sollten Sie lesen – nicht nur wegen der schnörkellosen Sprache, der schlichten Unmittelbarkeit, die Sie förmlich durch alle Episoden und Epochen zieht ..., sondern auch weil Anna Nobbels Schicksal so besonders berührt und so nahe ist an dem Unrecht, das jetzt gerade in Frankreich Mitgliedern der Roma und Sinti angetan wird.« (Barbara Brunner, Sortimenter-Brief 10/2010)
» Man folgt der
Erzählerin Schönett interessiert, gespannt, erschüttert; man erfährt von einer
unbekannten Lebensform, jener in ständiger Bewegung; und – schlauer geworden –
empfiehlt man das Buch weiter.
Fazit: Roman von gesellschaftspolitischer und historischer Brisanz.«
(Nils Jensen, Buchkultur Österreich Spezial, Herbst 2010)
Zur Rezension im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien (Monika Maria Slunsky, 30. November 2010)