Die Reihe · Bücher wie Meeraugen

ZALA
Drama in sieben Bildern / Drama v sedmih slikah
Klagenfurt/Celovec 2011
144 dt./slow. Seiten
11,5 x 21 cm, 250g
fester Einband, geripptes Surbalin, Blind- und Folienprägung, eingelegtes Etikett, Fadenheftung, Lesebändchen
ISBN:
978-3-7084-0419-6
€ 19,90
ZALA
Drama in sieben Bildern / Drama v sedmih slikah
Menschen, die ihre Muttersprache nicht mehr verstehen wollen. Ein Land, in dem die Denkmäler lebendiger sind als die Gegenwart. Eine Partei, die alles tut, damit es den Toten gut geht.
Auf all das trifft Zala, die berühmte Bühnenfigur und Volksheldin der Slowen/-inn/-en, als sie im Jahr 2010 aus Istanbul in ihre Südkärntner Heimat zurückkehrt. Bei ihrem Versuch, die Menschen aus ihrem komatösen Dasein zu befreien, muss Zala erkennen, dass eine Veränderung nicht erwünscht ist. Im Gegenteil.
Ljudje, ki nočejo več razumeti svojega maternega jezika. Dežela, kjer so spomeniki bolj živi kot čas, v katerem živijo. Stranka, ki bo naredila vse, da se bo mrtvim dobro godilo.
Na vse to naleti Zala, slavna odrska oseba in ljudska junakinja Slovenk in Slovencev, ko se leta 2010 vrne iz Istambula v svojo južnokoroško domovino. Ko Zala poskuša osvoboditi ljudi iz sodobne kome, mora spoznati, da spremembe niso zaželene. Prav nasprotno.  
»Ein sehr aufregendes, politisch notwendiges und poetisch großartiges Werk«
Peter Turrini
Hintergrund:
»Miklova Zala« ist eine Legende aus der Zeit der Türkenkriege, die lange nur mündlich überliefert wurde. 1894 erschien sie als Erzählung (Jakob Sket), bald darauf mehrere Bühnenfassungen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird die Gestalt der aufopferungsvollen Frau, die von den Türken verschleppt ihre Leidenszeit durch Festhalten an Liebe, Glauben und ihrer Muttersprache übersteht, zur Identifikationsfigur der um die Anerkennung ihrer Kultur ringenden Slowen/-inn/-en. 
Simone Schönett und Harald Schwinger versetzen »ihre Zala« in die Gegenwart und sezieren die Mechanismen der Assimilierung als einen schleichenden und trotzdem schmerzhaften Prozess, der ständig am Köcheln gehalten wird.

 

»Mit dem landläufigen Realismus eines kritischen Heimatstücks haben die beiden Verfasser nichts im Sinn. Sie entwickeln eine wild wuchernde, groteske Phantasmagorie des politisch alltäglichen Schreckens. Das Stück steht dem Surrealismus wie der Posse näher als einer Ästhetik der Widerspiegelung.« Anton Thuswaldner, Die Furche Booklet, 3. 11. 2011

 

 


Unterstützt von der Kulturabteilung des Landes Kärnten, dem Österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, bm:ukk, und dem Zentralverband slowenischer Organisationen, ZSO.

 

Izdajo so podprli: oddelek za kulturo dežele Koroške, avstrijsko zvezno ministrstvo za pouk, umetnost in kulturo, bm:ukk ter Zveza slovenskih organizacij, ZSO.

Tel.: +43 (0) 463-33631, Fax: +43 (0) 463-33631-33

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