Menschen,
die ihre Muttersprache nicht mehr verstehen wollen. Ein Land, in dem die
Denkmäler lebendiger sind als die Gegenwart. Eine Partei, die alles tut, damit
es den Toten gut geht.
Auf all das
trifft Zala, die berühmte Bühnenfigur
und Volksheldin der Slowen/-inn/-en, als sie im Jahr 2010 aus Istanbul in ihre
Südkärntner Heimat zurückkehrt. Bei ihrem Versuch, die Menschen aus
ihrem komatösen Dasein zu befreien, muss Zala erkennen, dass eine Veränderung
nicht erwünscht ist. Im Gegenteil.
Ljudje, ki nočejo več razumeti svojega
maternega jezika. Dežela, kjer so spomeniki bolj živi kot čas, v katerem
živijo. Stranka, ki bo naredila vse, da se bo mrtvim dobro godilo.
Na vse to naleti Zala, slavna
odrska oseba in ljudska junakinja Slovenk in Slovencev, ko se leta 2010 vrne iz
Istambula v svojo južnokoroško domovino. Ko Zala poskuša osvoboditi ljudi iz
sodobne kome, mora spoznati, da spremembe niso zaželene. Prav nasprotno.
»Ein sehr aufregendes, politisch notwendiges und poetisch großartiges Werk«
Peter Turrini
Hintergrund:
»Miklova Zala« ist eine Legende aus der Zeit der Türkenkriege, die lange nur mündlich überliefert wurde. 1894 erschien sie als Erzählung (Jakob Sket), bald darauf mehrere Bühnenfassungen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird die Gestalt der aufopferungsvollen Frau, die von den Türken verschleppt ihre Leidenszeit durch Festhalten an Liebe, Glauben und ihrer Muttersprache übersteht, zur Identifikationsfigur der um die Anerkennung ihrer Kultur ringenden Slowen/-inn/-en.
Simone Schönett und Harald Schwinger versetzen »ihre Zala« in die Gegenwart und sezieren die Mechanismen der Assimilierung als einen schleichenden und trotzdem schmerzhaften Prozess, der ständig am Köcheln gehalten wird.
»Mit dem
landläufigen Realismus eines kritischen Heimatstücks haben die beiden Verfasser
nichts im Sinn. Sie entwickeln eine wild wuchernde, groteske Phantasmagorie des
politisch alltäglichen Schreckens. Das Stück steht dem Surrealismus wie der
Posse näher als einer Ästhetik der Widerspiegelung.« Anton Thuswaldner, Die
Furche Booklet, 3. 11. 2011
Unterstützt
von der Kulturabteilung des Landes Kärnten, dem Österreichischen
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, bm:ukk, und dem Zentralverband
slowenischer Organisationen, ZSO.
Izdajo so
podprli: oddelek za kulturo dežele Koroške, avstrijsko zvezno ministrstvo za
pouk, umetnost in kulturo, bm:ukk ter Zveza slovenskih organizacij, ZSO.